ycde.de | Der Verein – Historie

Historie

Der YCDe ist ein relativ junger Verein. Er wurde erst 1975 gegründet, brachte es in den wenigen Jahren seiner Existenz aber schon auf eine höchst bemerkenswerte und turbulente Geschichte:

I. 1975 - 1985 Die Jahre des Anfangs

1975

16.4.1975 Gründung des Yachtclubs als einer Art Schutz- und Interessengemeinschaft gegenüber Stadt und Werft. Gründungsvorsitzender: Rolf Gabius

Club-Emblem (Entwurf: K-H.Kapp)

1. Clubmeisterschaft, die in den ersten Jahren wahlweise noch als Herbstregatta oder als Club- bzw. Vereinsregatta firmierte. Sieger und somit ältester Clubmeister: Dieter Straub.

1. Kranaktion. Selbsthilfeaktion mittels angemieteten Autokranes, da Wallhausen damals noch über keinen Bootskran verfügte. Von unserem Verein initiiert und organisiert und allen Hafenliegern offenstehend. Damals wie heute noch.

Statistik: Mitgliederstand zum Jahresende 99 Mitglieder (58 Aktive, 37 Fördernde, 2 Jugendliche)

1976

1.Willi-Müller-Gedächtnisregatta Internationale Regatta für die Klassen Dias, Tryas und später die Dynamic 2000. Bedeutendste Regatta des Vereins.

1. Far niente

Erstmalig Erwähnung des „langfristigen Zieles eines eigenen Clubraumes oder Clubheimes”.

Statistik: Mitgliederstand zum Jahresende ca 130.

1980 – 1982

Der Kampf um den Kran. Wallhausen war ein Hafen ohne Krananlage. Zur Entlastung der städtischen Finanzen organisierten die drei örtlichen Segelvereine eine günstige Vorfinanzierung für einen öffentlichen, allen Hafennutzern zugänglichen Kran. Als Bauherr firmierte der YCDe. Die Verhandlungen mit der Stadt zogen sich hin, standen Anfang 1982 aber unmittelbar vor dem Abschluß, als, quasi über Nacht, die Bodenseewerft einen Kran hochzog, den der Ortsschaftsrat dann nachträglich absegnen durfte. Die Clubs fühlten sich hintergangen. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen, die sich in einer fortwährenden Berichterstattung des SÜDKURIER niederschlugen, reichte der YCDe gegen die beiden Ortsvorsteher von Dettingen-Wallhausen Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Wortbruchs ein. Im Endeffekt aber blieb der Kampf gegen Gemeinde und Werft erfolglos. Und die als befristetes Provisorium gestartete Kranaktion mutierte fortan zur Dauereinrichtung.

Statistik: Mitgliederstand Frühjahr 1980 139 Mitglieder (80 Aktive, 28 Fördernde, 31 Jugendliche). Aus den folgenden fünf Jahren liegen keine verläßlichen Daten vor.

1983 – 1985

Bau des Clubheims. Der Bau wurde beschlossen. Doch die vom Vorstand betriebene Mitbeteiligung der BSW war umstritten und führte zu Austritten in unbekannter Größenordnung. Mit dem vorläufigen Abschluß der Bauarbeiten legte der Gründungsvorsitzende sein Amt nieder.

Statistik: Gesunkener Mitgliederstand zum Zeitpunkt des Führungswechsel; genaue Zahlen unbekannt.

1985

Der neue Vorstand trifft auf ein unerwartet schwieriges Erbe. Schnell zeichnet sich eine Finanzkrise ab, die sich über viele Jahre hinziehen sollte.

II. 1985-1987 Das Interregnum

1986

1. Kapitän-Romer-Regatta

1987

Im Vorstand fliegen die Fetzen. Auslöser sind, wie noch so oft, die ungeklärten Finanzen und das zu ihrer Lösung unbrauchbare, weil lückenhafte Akten-Erbe.

Statistik: Migliederbestand weiter gesunken. Genaue Zahlen unbekannt.

1988

Rückkehr des Gründungsvorsitzenden

III. 1988-1994 Die 2. Aera Gabius

1988/1989

Weitgehende Sanierung der Finanzen. Der Kassenwart wird vom Verein als Held gefeiert und wiedergewählt.

1989

Neuerlicher Fetzenflug im Vorstand: Der Verein zahlungsunfähig? Der Held doch kein Held?

1990

Ende Nr.1 des Finanzstreits: der Held wird mit Dank abgewählt.

1991

Ende Nr.2 des Finanzstreits: unrühmlicher Rausschmiß des Helden. Aber war damit auch alles geklärt?

1994

Als Ende 1994 im Vorstand endlich der sog. „Miet”-Vertrag mit der BSW bekannt wird, läutet dies ein turbulentes Ende der Aera Gabius ein. Die Auseinandersetzungen bleiben zunächst auf den Vorstand beschränkt, wo sich die beiden betroffenen Vorsitzenden der Phalanx der übrigen Vorstandsmitglieder gegenüber sehen. Dies markiert den Beginn des vierjährigen Kampfes um das Clubheim.

IV. 1995 – heute Konsolidierung und Bewahrung

1995

Anfang des Jahres werden die Fakten cluböffentlich und führen in mehreren außerordentlichen und stürmischen Mitgliederversammlungen zu Rücktritt bzw. Abwahl der beiden Vorsitzenden.

Bildung einer Schulungsgemeinschaft für die Jugendabteilungen der drei Wallhauser Segelclubs.

1998

Erfolgreiches Ende des Kampfes um das Clubheim. Die neuen Vorsitzenden Mähliß/Beyer steuerten erklärtermaßen von Anfang an einen Kurs des Ausgleichs. In einem jahrelangen Ringen und zwei gerichtlichen Anläufen setzten sie ihn gegen die Hardliner auf beiden Seiten durch. Für den Yachtclub sind sie dabei bis an die Grenze des Zumutbaren gegangen. Doch auf der Mitgliederversammlung Anfang 1999 konnte Mähliß das Ergebnis verkünden: „Das Clubheim gehört wieder uns”.

Rückkehr der Probleme des „Alltags”: Seit 1998 erschweren Behörden, Polizei und Gemeinde die Bedingungen für Kranaktion, Bootstransporte und das Winterlager.

2000

25-jähriges Jubiläum

Statistik: Mitgliederstand zum Jubiläum 105 (60 Aktive, 22 Fördernde, 23 Jugendliche).

2004

Der YCDe ist Ausrichter der Internationalen Konstanzer Stadtmeisterschaft.

Die intensive Jugendarbeit des Vereins findet ihren sportlichen Ausdruck in den Regattaerfolgen insbesondere von Axel Görig, der nach mehrfachem Gewinn zunächst der Stadtmeisterschaft im Opti, dann der Bodenseemeisterschaft, sich nun auch die Stadtmeisterschaft bei den Jollen ersegelte. Seit neuestem ist er Mitglied des Landeskaders.

2006

Ehrungen der Stadt Konstanz: Annemarie und Karlheinz Kabitzke werden vom OB für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit geehrt.

Planungsgemäß tritt Mähliß zugunsten von H.Görig vom Vorsitz zurück.

2007

Der Verein ernennt Annemarie Kabitzke, die 2006 nach 19 Jahren im Dienste des Vereins gesundheitsbedingt aus dem Vorstand ausschied, zum ersten Ehrenmitglied seiner Geschichte.

 

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2008

Der Club bekommt mit Klaus Mähliß, den die Mitgliederversammlung in geheimer Wahl zum Ehrenpräsidenten wählt, sein zweites Ehrenmitglied.

 

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